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Harmonielehre und Musiktheorie für E-Bass

Die Notenschrift

Um musikalische Vorgänge zwischen Musikern mitteilen und erklären zu können, einigte man sich auf bestimmte Zeichen und Symbole. Die informativste aber auch komplexeste solche Symbolschrift ist die Notenschrift. Die Notenschrift ist eine "Sprache" und dient dazu, Vorgänge im Bereich der Musik zwischen einzelnen Musikern auszutauschen.

Das Notensystem

bildet die Grundlage für die Notenschrift. Es besteht aus fünf Notenlinien. Wir schreiben die Noten auf und zwischen die Linien. Die Tonhöhe ist abhängig von der Plazierung der jeweiligen Note. Je höher die Note auf einer Linie liegt, desto höher ist auch der Ton, den man spielen muss.

Notensystem

Das Tabulatursystem

ist eine "Griff"-Schrift für Gitarre und Bass. Die Tabulaturschrift gibt genaue Anweisungen, auf welchem Bund und welcher Saite die Töne gespielt werden müssen. Die Anzahl Linien entsprechen dabei der Anzahl Saiten des jeweiligen Instrumentes. Eine normale E-Bass-Tabulatur für ein viersaitiges Instrument hat demnach auch vier Linien.

Der Violin- und der Bass-Schlüssel

Um den Noten Namen geben zu können, muss man sich zuerst eines sogenannten Notenschlüssels bedienen. Der gebräuchlichste ist der Violin- oder G-Schlüssel, der mit seinem Bauch die zweite Linie von unten umschliesst. Der G-Schlüssel bestimmt, dass auf dieser Notenlinie der Ton "g" liegen soll.

Ein weiterer wichtiger Schlüssel ist der Bass- oder F-Schlüssel, der zwischen seinen beiden Punkten die zweite Linie von oben umschliesst. Er bestimmt, dass auf dieser Notenlinie der Ton "f" liegen soll. Der Bass-Schlüssel bedeutet auch, dass die Musik für ein solches Instrument notiert ist, das in der tiefen Stimmlage spielt. Die Bassgitarre ist ein solches.


Die E-Bass-Stimmung

Der E-Bass wird mit folgenden Noten gestimmt: E, A, D, G. Diese vier Noten haben im Notensystem ihren festen Platz.

E = tiefster Ton, dickste Saite
G = höchster Ton, dünnste Saite

Stimmen des E-Basses

Um allen Instrumenten einen einheitlichen Stimmton zu geben, einigte man sich auf den Kammerton A mit einer Frequenz von 440 Hz. Die Note A ist also Ausgangspunkt für die weitere Stimmung.

Die "5ter Bund"-Technik

Bei dieser Methode drückst Du den fünften Bund der E-Saite und vergleichst diesen Ton mit der freischwingenden A-Saite. Die beiden Töne müssen identisch sein. Anhand der Schwebung (Überlagerung zweier Schwingungen) der beiden Töne erkennst Du, ob die E-Saite die gleiche Tonhöhe hat. Nach diesem Prinzip stimmst Du auch die D- und die G-Saite.

Diese Methode eignet sich nur bedingt für Bass-Instrumente, da die Schwebung bei tiefen Tönen schwerer zu hören ist.

Die Oberton-Technik

Lege Deinen Finger genau über das Bundstäbchen des siebten Bundes auf der A-Saite und berühre die Saite nur leicht. Wenn Du die Saite anschlägst, müsste ein Oberton erklingen. Dasselbe wendest Du auch am fünften Bund der E-Saite an, deren Oberton mit dem der A-Saite identisch sein muss. Wenn die beiden Obertöne nicht genau stimmen, hörst Du eine Schwebung oder Überlagerung, die je nachdem, wie stark die Saiten verstimmt sind, stärker oder schwächer ist. Wenn Du diese Schwebung zu einem Ton, einem Gleichklang, zusammenstimmst, sind die beiden Saiten perfekt gestimmt. Nach diesem Prinzip stimmst Du auch die D- und die G-Saite.

Dies ist die bevorzugte Methode, um den E-Bass zu stimmen. Bei Obertönen kann die Schwebung zweier Töne sehr gut herausgehört werden.


Die linke Hand - Der Fingersatz

Die linke Hand ist für verschiedene Dinge zuständig. Sie bestimmt die Tonhöhe und die Dauer des Tones, die Artikulation und die Rhythmik.

Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen dem Gitarrenfingersatz und dem Kontrabassfingersatz. Normalerweise (d.h. wenn die Hände gross genug sind) arbeiten wir möglichst viel mit dem Gitarrenfingersatz. Bei diesem Fingersatz gebrauchen wir für jeden Bund einen Finger. Diese werden dabei mit den Zahlen 1, 2, 3 und 4 nummeriert. Der Daumen fällt weg, sein Platz ist hinter dem Griffbrett.

1 = Zeigefinger
2 = Mittelfinger
3 = Ringfinger
4 = kleiner Finger

Die Lagen

Wir bezeichnen damit die Lage der linken Hand auf dem Griffbrett. Auf dem E-Bass gibt es verschiedene Lagen, die durch den 1. Finger (=Zeigefinger) bestimmt werden. Wenn zum Beispiel der erste Finger auf dem siebten Bund liegt, spricht man von der siebten Lage. Bezeichnet werden sie durch römische Ziffern.

z.B.
X. Lage = 1. Finger auf zehntem Bund
VII.Lage = 1. Finger auf siebtem Bund

Folgendes Beispiel zeigt die IV. Lage. Der 1. Finger liegt also auf dem 4. Bundstäbchen.


Das Noten-ABC

Das Alphabet von "a" bis "g" wird verwendet, um den einzelnen Noten ihre Namen zu geben. Im deutschen Sprachgebrauch kommt noch der Buchstabe "h" dazu. Die Noten liegen auf und zwischen den Notenlinien. Ausgehend von den beiden Tönen "g" und "f" können wir das Noten-ABC vervollständigen.

Der Tonname "b" wird im deutschen Sprachraum als "h" bezeichnet. Dies führt oft zu Unklarheiten. Dieser Zusammenhang wird aber später noch genauer erklärt.

Halbtöne und Ganztöne

Wir unterscheiden zwischen Halbtönen und Ganztönen. Der Halbton ist der kleinstmöglichste Abstand zwischen zwei Tönen in unserem abendländischen Tonsystem. Ein Ganzton lässt sich in zwei Halbtöne unterteilen. Unser Noten-ABC besteht aus einer Folge von Halb- und Ganztönen. Zwischen den Tönen a-b, c-d, d-e, f-g und g-a finden wir Ganztöne, zwischen den Tönen e-f und b-c jedoch Halbtöne.

Auf dem E-Bass entspricht das Erhöhen einer Note um einen Bund einem Halbton. Das Erhöhen einer Note um zwei Bünde entspricht einem Ganzton.

Im folgender Grafik ist je ein Beispiel für einen Halb- und Ganzton auf einer Saite und je ein Beispiel für einen Halb- und Ganzton auf benachbarten Saiten dargestellt.

Die Durtonleiter (am Beispiel der C-Durtonleiter)

Mit unserem Wissen ist es jetzt möglich, die C-Durtonleiter zu entwickeln. Die Durtonleiter ist als Basis für unser ganzes abendländisches Tonsystem anzusehen. Die C-Durtonleiter hat sieben Töne, der achte ist wieder gleich dem ersten. Sie besteht aus einer bestimmten Folge von Ganz- und Halbtönen (GT-GT-HT-GT-GT-GT-HT). Dieser spezifische Wechsel zwischen Ganz- und Halbtönen heisst Diatonik. Die Durtonleiter ist also eine diatonische Tonleiter.

Der Fingersatz für die C-Durtonleiter sieht folgendermassen aus.


Versetzungszeichen

Wie wir an der C-Dur-Tonleiter ablesen können, muss es zwischen den in dieser Tonleiter vorkommenden Ganztönen noch nicht bekannte Halbtöne geben. Um nun diese Töne benennen zu können, bedient man sich der Versetzungszeichen.

Kreuz - Erhöhungszeichen

Die Note wird um einen Halbton erhöht, an den Tonnamen wird die Silbe "is" gehängt. Auf dem Bass wird die Note um einen Bund erhöht (verschoben).

Be - Erniedrigungszeichen

Die Note wird um einen Halbton erniedrigt, an den Tonnamen wird die Silbe "es" gehängt. Auf dem Bass wird die Note um einen Bund vertieft (verschoben).

Auflösungszeichen

Wenn die gleiche Note zuvor im Takt ein Kreuz oder Be hatte, löst das Auflösungszeichen das Versetzungszeichen auf.

Die zwölf Töne innerhalb einer Oktave

Mit Hilfe der Versetzungszeichen können wir die Lücken zwischen den Ganztönen einer Durtonleiter schliessen. Mit den dazwischenliegenden Halbtönen erhalten wir so die chromatische Tonleiter mit insgesamt 12 Tönen. Chromatik stammt aus dem griechischen (=Farbe) und bedeutet "Halbtönigkeit".

Die linke Hand ist in Grundstellung. Für den Ton C in der Oktave muss die linke Hand um einen Bund verschoben werden. Der Fingersatz für die chromatische Tonleiter - beginnend ab dem Ton C - sieht also wie folgt aus:

Die Tonnamen h, b und b flat

Im deutschen Sprachgebrauch taucht der Tonname "h" auf, der im Englischen für den Ton "b" verwendet wird. Die Verwirrung entsteht bei der Erniedrigung des Tones "h", beziehungsweise "b". Im deutschen Sprachgebrauch entsteht durch die Erniedrigung des Tones "h" der Ton "b", im internationalen Gebrauch entsteht aus "b" der Ton "b flat". Im englischen Sprachgebrauch wird an die zu erhöhenden Töne das Wort "sharp" und an die zu erniedrigenden Töne die Bezeichung "flat" angehängt. Erhöhte oder erniedrigte Töne erhalten also keine Endungen, sondern es wird einfach das entsprechende Versetzungszeichen angehängt.

Zum Beispiel:


Die verschiedenen Taktarten

Ein Takt ist die kleinste Einheit der rhythmischen und zeitlichen Einteilung eines Musikstückes und wird durch Taktstriche begrenzt. Ein musikalisches Werk besteht aus vielen solchen Takten.

Der 4/4-Takt (vier Viertel-Takt)

Der 3/4-Takt

Andere Taktarten

Die Notenwerte

Ganze Note

Bei der Vorstellung der verschiedenen Notenlängen beginnen wir bei der ganzen Note, die als offener Kreis dargestellt wird. Eine ganze Note dauert vier Schläge. In einem Takt mit vier Schlägen (Zählzeiten) gibt es eine ganze Note.

Halbe Note

Die ganze Note kann in zwei halbe Noten unterteilt werden, die im Unterschied zur ganzen Note mit einem Notenhals versehen werden. Eine halbe Note dauert zwei Schläge. In einem Takt mit vier Zählzeiten gibt es zwei halbe Noten.

Viertelnote

Die halben Noten können wiederum in zwei Viertelnoten unterteilt werden, die einen ausgefüllten Notenkopf besitzen. Diese Viertelnoten gelten als Grundschlag für den Rhythmus und als Einheit für das Zählen eines Taktes (Zählzeit). Sie werden deshalb auch als Schläge bezeichnet. Zum Beispiel: Die Ganze Note hat eine Dauer von vier Schlägen). Eine Viertelnote dauert ein Schlag. In einem Takt mit vier Zählzeiten gibt es vier Viertelnoten.

Achtelnote

Die Viertelnoten kann man wiederum in Achtelnoten unterteilen, die man mit Fähnchen oder Balken versehen muss. Eine Achtelnote dauert einen halben Schlag. In einem Takt mit vier Zählzeiten gibt es acht Achtelnoten. Zwei Achtelnoten = ein Schlag.

Sechzehntelnote

Die Achtelnoten kann man wiederum in Sechzehntelnoten unterteilen. Man muss dann aber die Fähnchen oder Balken verdoppeln. Eine Sechzehntelnote dauert einen viertel Schlag. In einem Takt mit vier Zählzeiten gibt es 16 Sechzehntelnoten. Vier Sechzehntelnoten = ein Schlag.

Die Dreiteilung von Notenwerten durch Triolen

Bis jetzt kennen wir nur die Zweiteilung (=binär) der Notenwerte. Mit Hilfe der Triolen kann man aber auch jeden Notenwert in drei Teile unterteilen (=ternär). Die betreffende Note wird jeweils in drei gleich lange Noten eingeteilt. Dies geschieht mit Hilfe einer eckigen oder runden Klammer und einer Zahl "3". Drei Vierteltriolen entsprechen ihrem Wert nach einer halben Note, drei Achteltriolen dem Wert eines Viertels.


Die Pausenzeichen

Die Namen und Werte der Pausenzeichen entsprechen genau denen der oben besprochenen Notenwerte. In folgendem Beispiel sind nacheinander die ganze Pause, die halbe Pause, die Viertelpause, die Achtel- und die Sechzehntelpause notiert.

Der Punkt und der Haltebogen

In der Noten- und Pausenschrift gibt es zwei Besonderheiten, die beim Schreiben die rhythmische Einteilung erleichtern. Um zu Zwischenwerten kommen zu können, hat man den Punkt hinter einer Note oder auch Pause eingeführt. Der Punkt verlängert die Note oder Pause um die Hälfte ihres eigentlichen, ursprünglichen Wertes.

Dasselbe lässt sich mit allen binären Noten- und Pausenwerten machen (Ganze, Halbe, Viertel, Achtel, Sechzehntel, usw.).

Mit der Einführung des Haltebogens wird es möglich, Noten über den Taktstrich hinaus zu verlängern. Ein Haltebogen verbindet zwei oder mehrere Noten. Die erste Note wird für die Länge oder den Notenwert aller gehaltenen Noten gespielt.

Allgemeine Musikalische Zeichen und Anweisungen

Es folgt eine Auflistung einiger Zeichen und Anweisungen, die für das Lesen von Notenblättern und "Lead-Sheets" notwendig sind.


Die Intervalle

Das Wort Intervall stammt ursprünglich aus dem lateinischen, in der Musik steht es für den Abstand zwischen zwei Tönen. Die Namen der Intervalle sind durch einfaches Abzählen der Tonstufen einer Dur-Tonleiter entstanden. Benennt werden diese Stufen wiederum mit lateinischen Wörtern. Um musikalische Vorgänge zwischen Musikern mitteilen und erklären zu können, einigte man sich auf bestimmte Zeichen und Symbole. Die informativste aber auch komplexeste solche Symbolschrift ist die Notenschrift. Die Notenschrift ist eine "Sprache" und dient dazu, Vorgänge im Bereich der Musik zwischen einzelnen Musikern auszutauschen.

Die reinen Intervalle

Diese lassen sich direkt aus den ersten vier Tönen der Teiltonreihe ableiten. Die Teiltonreihe auf dem Bass wird durch das Spielen der Flageolettetöne ersichtlich. Bei den reinen Intervallen handelt es sich die Prim, die Quarte, die Quinte und die Oktave.

Grosse und kleine, verminderte und übermässige Intervalle

Die Prim, Quarte, Quinte und Oktave werden als reine Intervalle bezeichnet. Alle weiteren Tonabstände müssen zur genaueren Bezeichnung in grosse und kleine Intervalle unterteilt werden. Dies gilt also für die Sekunden, Terzen, Sexten und Septimen.

Der Tritonus

Das Intervall zwischen c und f# ist gleichzeitig eine übermässige Quart, aber auch eine verminderte Quint. Der Ton f# teilt die Oktave auch in zwei gleiche Intervalle, den sogenannten Tritonus.


Die folgende Intervall-Tabelle zeigt alle Intervalle mit ihren Namen und Halbtonschritte innerhalb einer Oktave ausgehend vom Grundton C.

IntervallBezeichnungHalbtöne
C - CPrim (rein)0
C - DbKleine Sekunde1
C - DGrosse Sekunde2
C - D#Übermässige Sekunde3
C - EbKleine Terz3
C - EGrosse Terz4
C - FQuart (rein)5
C - F#Übermässige Quart6
C - GbVerminderte Quint6
C - GQuint (rein)7
C - G#Übermässige Quint8
C - AbKleine Sext8
C - AGrosse Sext9
C - BbKleine Septime10
C - BGrosse Septime11
C - COktave (rein)12
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Die Dreiklänge

Durch die Mehrstimmigkeit entstehen vertikale Klanggebilde, die man Akkorde nennt. Der einfachste Akkord ist der Dreiklang, dieser besteht aus drei Tönen. Diese drei Töne müssen im Terzabstand zueinander liegen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Terzschichtung. Durch die Kombination von kleinen und grossen Terzen entstehen so vier verschiedene Arten von Dreiklängen.

Die vier "Basis"-Dreiklänge

Dur
C, Cmaj, CMA
Absolute Töne C-E-G
Akkordaufbau
Moll
Cm, C-, CMI
Absolute Töne C-Es
Akkordaufbau
Vermindert
Co, Cdim
Absolute Töne C-Es-Ges
Akkordaufbau
Übermässig
C+, Caug
Absolute Töne C-E-Gis
Akkordaufbau

Dreiklangsumkehrungen

Die Dreiklangstöne behalten ihre spezifische Qualität als Grundton, Terz und Quint auch dann, wenn sie ihre Reihenfolge umkehren. Der unterste Ton bestimmt die jeweilige Form der Umkehrung. Einen Dreiklang kehrt man um, indem man seinen untersten Ton oktaviert.

Die Akkordsymbole für die Dreiklänge und ihre Umkehrungen

Die Symbole bestehen in der Regel aus einem Grossbuchstaben und angehängten oder hochgestellten Buchstaben, Ziffern und Symbolen. Wenn man eine ganz bestimmte Umkehrung eines Dreiklangs in Form eines Akkordsymbols notieren möchte, bedient man sich der international üblichen Schreibweise. Der tiefste Ton dieser Umkehrung wird als Basston nach einem Schrägstrich dem Dreiklangssymbol angehängt. Ein Cm/G ist demnach ein C-Moll-Dreiklang mit dem Ton G im Bass.

Die Stufendreiklänge einer Dur-Tonleiter

Errichtet man auf dem Grundton einer Dur-Tonleiter mit den tonleitereigenen Tönen einen Dreiklang, so erhält man einen Durdreiklang. Diesen Vorgang kann lässt sich auf die anderen Tonleitertöne anwenden, somit erhält man auf jedem Ton der Durtonleiter einen Dreiklang.

Dreiklänge mit zusätzlichem Basston

Es ist möglich, auch akkordfremde Töne als Basston festzulegen. Hiermit schafft man zwar einen Vierklang, jedoch kann es in bestimmten Situationen durchaus sinnvoll sein, diese Harmonien als Dreiklänge mit zusätzlichem Basston zu betrachten.


Die Fingersätze für die Intervalle auf dem E-Bass

Prim
Reine Prim0 HT
Sekunde
Kleine Sekunde
Grosse Sekunde
Übermässige Sekunde
1 HT
2 HT
3HT
Terz
Kleine Terz
Grosse Terz
3 HT
4 HT
Quart
Reine Quarte
Übermässige Quart
5 HT
6 HT
Quint
Verminderte Quint
Reine Quint
Übermässige Quint
6 HT
7 HT
8 HT
Sext
Kleine Sexte
Grosse Sexte
8 HT
9 HT
Septime
Kleine Septime
Grosse Septime
10 HT
11 HT
Oktave
Reine Oktave12 HT

Die Enharmonik, die enharmonische Verwechslung

Mit der Einführung der wohltemperierten Stimmung kommt die Enharmonik zur Anwendung. Das heisst: Töne gleichen Klangs können verschieden notiert und benannt werden, beispielsweise durch Auswechseln von Tonnamen mit # und b. Diesen Vorgang nennt man enharmonische Verwechslung.

Intervalle, die über den Oktavraum hinausgehen

Intervalle, die über den Oktavraum hinausgehen, werden mit eigenen Namen versehen. Die korrekte Bezeichnung dieser Intervalle ist vor allem wegen der späteren Verwendung dieser Namen bei den Akkordsymbolen wesentlich. Sie heissen None, Dezime, Undezime, Duodezime und Tredezime.

Bezeichnung der Intervalle mit Zahlen und Versetzungszeichen

IntervallAbgekürzte Bezeichnung
Kleine Sekundeb2
Grosse Sekunde2
Übermässige Sekunde#2
Kleine Terzb3
Grosse Terz3
Quart (rein)4
Übermässige Quart#4
Verminderte Quintb5
Quint (rein)5
Übermässige Quint#5
Kleine Sextb6
Grosse Sext6
Kleine Septimeb7
Grosse Septime7
Oktave (rein)8

Dasselbe Vorgehen benutzen wir auch bei den Tönen, die über den Oktavraum hinausgehen.


Vierklänge und deren Erweiterungen

Vierklänge entstehen prinzipiell durch Erweiterung von Dreiklängen um eine weitere Terz. Man erweitert also die vier Basis-Dreiklänge um jeweils eine grosse oder kleine Terz und erhält so eine Reihe von Vierklängen. Diese werden als Gebilde aus übereinandergeschichteten Terzen verstanden. Wenn also Vierklänge erweitert werden sollen, geschieht dies mit Hilfe weiterer Terzschichtung.

Vierklänge und Ihre Erweiterungen
13 - Tredezime
11 - Undezime
9 - None
7 - Septime
5 - Quinte
3 - Terz
1 - Grundton

Die Akkordsymbol-Schrift

IntervallnameBezeichnung im Akkord-Symbol
PrimGrundton, Grossbuchstabe
Kl. Sekundeb9
Gr. Sekunde9
Überm. Sekunde#9
Kl. Terzm oder o
Gr. Terzin Dur-Akk. enthalten
Quart (rein)sus 4 bzw. 11
Überm. Quart#11
Verm. Quintb5, bei o enthalten
Quint (rein)bei reinem Dur und Moll
Überm. Quint#5, bei + enthalten
Kl. Sextb13
Gr. Sext6 bzw. 13
Verm. Septimeo7
Kl. Septime7
Gr. Septimemaj7
Oktave (rein)siehe Prim
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Die sieben Hauptvierklänge

maj7-Vierklang
Cmaj7, Cj7, CMA7
Absolute Töne C-E-G-B
Akkordaufbau
m7-Vierklang
Cm7, C-7, CMI7
Absolute Töne C-Eb-G-Bb
Akkordaufbau
7-Vierklang
C7
Absolute Töne C-E-G-Bb
Akkordaufbau
m7b5-Vierklang
Cm7b5, C?7
Absolute Töne C-Eb-Gb-Bb
Akkordaufbau
maj7#5-Vierklang
Cmaj7#5
Absolute Töne C-E-G#-B
Akkordaufbau
mmaj7-Vierklang
Cmmaj7
Absolute Töne C-Eb-G-B
Akkordaufbau
o7-Vierklang
CO7, Cdim7
Absolute Töne C-Eb-Gb-Bbb
Akkordaufbau

Die Stufenvierklänge einer Dur-Tonleiter

Schichtet man auf die Dreiklänge, die auf den einzelnen Stufen einer Dur-Tonleiter entstehen, jeweils noch eine Terz, so erhält man die Stufenvierklänge einer Dur-Tonleiter. Der vierte Ton muss allerdings der jeweiligen Dur-Tonleiter entnommen werden. Diese Stufenvierklänge lassen sich in allgemeiner Form darstellen, indem man die Töne der entsprechenden Tonstufe durch die entsprechende römische Zahl ersetzt.

Diese Stufenvierklänge lassen sich in allgemeiner Form darstellen, indem man die Töne der entsprechenden Tonstufe durch die entsprechende römische Zahl ersetzt.

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