Der bewusste Umgang mit Tonlängen besitzt eine Wichtigkeit, die oft unterschätzt wird. Unten stehen einige Beispiele, wie man einen Groove verändern kann, indem man mit den Tonlängen der einzelnen Noten spielt. Ausgegangen bin ich von einem Grundpattern, welches jeder kennt und in praktisch jeder Rockballade vom Bassisten gespielt wird. Durch das Verändern der Tonlängen der einzelnen Noten wird dieser Groove in seiner Wirkung entscheidend verändert. Die Wahl, auf welche Art man dieses Pattern spielt, hängt dabei vom Tempo des Songs, vom Kontext im Allgemeinen und natürlich von der Stilrichtung ab. Ist es ein Rocksong, eine Ballade, ein Funksong, usw.
In diesem Beispiel sind die 1 und 3 betont.
In diesem Beispiel sind die 2 und 4 betont.
In diesem Beispiel sind die Achtel-Offbeat betont.
In diesem Beispiel ist der Bass funky und trocken gespielt.
Und in diesem Beispiel ist wieder eher die 3 betont.
Zu guter Letzt kommt in diesem Beispiel ein 16tel-Feeling ins Spiel.
Wichtig zu wissen ist folgendes: Oft werden Patterns oder ganze Notationen von Stücken lesbar gemacht, indem man sie mit möglichst wenig Noten und Pausen notiert. Die Tonlängen der Noten sind dabei oft nicht absolut gemeint, sondern lassen Raum für eigene Interpretationen. Klar definiert ist der Beginn der Note, die Tondauer aber ist zu interpretieren. Dass bedeutet für den Musiker, dass er Notationen grundsätzlich interpretieren muss.
Probiere also zukünftig beim Spielen nach Noten selbständig verschiedene Variationen und Interpretationen aus. Dies ist ganz entscheidend für den Groove und das Feeling der gespielten Basslinie.
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