Fender

Wie auch bei der E-Gitarre gehörte die Firma Fender im Bereich des E-Basses zu den Pionieren. So galt der 1951 herausgebrachte Precision Bass, der noch heute einer der beliebtesten und am meisten kopierte E-Bass überhaupt ist, lange Zeit als der erste Solidbody-Bass überhaupt. Tatsächlich aber hatte Paul Tutmarcs Firma Audiovox Manufacturing & Co einen solchen Bass bereits vor dem 2. Weltkrieg gebaut; die Firma Fender wurde durch ihre Werbung, in der sie meinte den ersten E-Bass der Welt gebaut zu haben, auch schon mehrmals verklagt. Allerdings ist Fender wohl die erste Firma, die einen solchen Bass in großen Stückzahlen produzierte. Der Name Precision rührt dabei von der Verwendung von Bundstäbchen auf dem Griffbrett her, was zur damaligen Zeit eigentlich unüblich war. Bei bundlosen Bässen war das präzise Greifen der Töne ein kompliziertes Unterfangen, doch mit den Bundstäbchen wurde es "präziser".

Auch wenn technisch der Schritt von der E-Gitarre zum E-Bass nur noch klein schien, so war der P-Bass, wie er oft genannt wird, doch ein ganz neues Instrument und für die Entwicklung der modernen Rock- und Pop-Musik ein echter Meilenstein. Das klassische Rock-Trio mit E-Bass, E-Gitarre und Schlagzeug wäre ohne diese Erfindung nicht denkbar. Einige Details, die für diesen Bass entwickelt wurden, wie zum Beispiel das zweite Cutaway, wurden später bei der Stratocaster-Gitarre übernommen.

Da der Precision nur mit einem einzigen Splitcoil-Tonabnehmer (ein gesplitteter Singlecoil) ausgestattet war, war er soundmäßig naturgemäß etwas eingeschränkt. Dieses Manko wurde 1960 beim Jazzbass (J-Bass) behoben, der mit zwei Singlecoils ausgestattet war und auch vom Design und Handling einige Neuerungen brachte. Der Jazzbass ist bis heute einer der weitverbreitetsten und beliebtesten Bässe überhaupt.

Auch wenn Fender noch einige andere Bassmodelle entwickelte wie zum Beispiel den Telecaster Bass, konnten diese sich nie in der Masse durchsetzen. Bis heute werden bei Fender Precision- und Jazzbass-Modelle in unterschiedlichsten Ausführungen produziert.

Die Bässe sind in der "Made in USA" - Ausführung ab 800–1000 Euro erhältlich, die Preise für ältere Exemplare (1960er Jahre) betragen allerdings häufig ein Vielfaches.

Quelle: Wikipedia

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