Glossar (112) / Tag: Harmonielehre
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Moll
Tongeschlecht, dessen Leiter sich aus den Tonschritten 1-1/2-1-1-1/2-1-1 aufbaut (l = Ganzton, 1/2 = Halbton). Die Molltonleiter liegt also z.B. in der Tonstufenfolge a-h-c-d-e-f-g-a vor, kann aber von jedem Ton der chromatischen Skala aus gebildet werden. Der Grunddreiklang (Tonika) besteht aus Grundton, kleiner Terz und reiner Quinte. Da der Dominantakkord immer eine große Terz enthält, die Terz der Dominante aber gleich der 7. Stufe der Tonleiter ist, wird die 7. Stufe häufig um einen Halbton erhöht (harmonisch Moll). Der dadurch entstehende übermäßige Sekundschritt zwischen der 6. und 7. Stufe wird bei melodischer Aufwärtsbewegung häufig durch zusätzliche Halbtonerhöhung der 6. Stufe ausgeglichen, so dass nunmehr die Folge a-h-c-d-e-fis-gis-a vorliegt (melodisch Moll). Bei melodischen Abwärtsbewegungen wird die Grundform der Leiter jedoch wiederhergestellt. Jeder Molltonart (Tonart) ist eine Durtonart (Durparallele) zugeordnet, die die gleichen Vorzeichen hat und deren Grundton jeweils eine kleine Terz über dem Grundton der Molltonart liegt (Dur).(lat. mollis = weich)
Tonart
Urspr. Bezeichnung für jede Art der Ordnung von Tonschritten innerhalb einer Tonleiter (Kirchentonarten, Dur, Moll, Pentatonik, Ganztonleiter). Der heutige Wortgebrauch ist weitgehend eingeschränkt auf Dur- und Molltonleitern, die sich auf jeden beliebigen Ton der chromatischen Skala als Grundton aufbauen können, wobei der jeweilige Grundton der Tonart den Namen gibt (z.B. G-Dur, c-Moll).
Dominante
Durdreiklang auf der 5. Stufe einer Dur- oder Molltonleiter. Die Dominante hat (besonders wenn sie durch die 4. Stufe [Gleitton] der Tonleiter zum Dominantseptimenakkord ergänzt wird) das zwingende Bedürfnis, sich in die Tonika aufzulösen.(lat. dominare = beherrschen)
Klangfarbe
Charakteristischer Eigenklang eines Tones, der von der Tonhöhe, der Anzahl und Beschaffenheit der Obertöne und dem Einschwingvorgang abhängig ist.
Sechzehntelnote
Eine ganze Note kann man in 16 Sechzehntelnoten unterteilen, die man mit doppelten Fähnchen oder Balken versehen muss. Eine Sechzehntelnote dauert einen viertel Schlag. In einem Takt mit vier Zählzeiten gibt es 16 Sechzehntelnoten. Vier Sechzehntelnoten = ein Schlag.
Dreiklang
Durch die Mehrstimmigkeit entstehen vertikale Klanggebilde, die man Akkorde nennt. Der einfachste Akkord ist der Dreiklang, dieser besteht aus drei Tönen. Diese drei Töne müssen im Terzabstand zueinander liegen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Terzschichtung. Durch die Kombination von kleinen und grossen Terzen entstehen so vier verschiedene Arten von Dreiklängen: Moll (k3,g3) Dur (g3, k3) Vermindert (k3, k3) Übermässig (g3, g3)
halbe Note
Eine ganze Note kann in zwei halbe Noten unterteilt werden, die im Unterschied zur ganzen Note mit einem Notenhals versehen werden. Eine halbe Note dauert zwei Schläge. In einem Takt mit vier Zählzeiten gibt es zwei halbe Noten.
Intervall
Ein Intervall bezeichnet den Abstand zwischen zwei Tönen. Intervalle werden mit arabischen Ziffern dargestellt. z.B. 3 = Terz 5 = Quinte 7 = Septime 9 = NoneInterval Tonhöhenunterschied zweier Töne, die nacheinander (sukzessiv) oder gleichzeitig (simultan) erklingen. Die Intervalle werden nach den lateinischen Ordnungszahlen bezeichnet: Prime, Sekunde, Terz, Quarte, Quinte, Sexte, Septime, Oktave, None, Dezime, Undezime, Duodezime. Die Ordnungszahl gibt dabei an, wie viele Tonstufen im diatonischen System das jeweilige Intervall umfasst. Sekunde, Terz, Sexte, Septime, None und Dezime können als große, kleine, übermäßige und verminderte, die übrigen als reine, übermäßige und verminderte Intervalle auftreten.(lat. intervallum = Zwischenraum)