Glossar (14) / Tag: Effekt

Gate

Ein Noise-Gate ist ein mit extremen Werten eingestellter Expander und schaltet damit bei Unterschreitung einer bestimmten Schwelle das Eingangssignal völlig ab. Noise-Gates werden zur völligen Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen oder sonstigen Störungen eingesetzt. Bei Verwendung vieler Effektgeräte entsteht ein Rauschen, die Summe aller Rauschpegel jedes einzelnen Gerätes. Das Gate lässt den Sound nur durch, wenn ein Ton gespielt wird. Nach einer gewissen einstellbaren Zeit und in Pausen macht das Gate wieder dicht und nimmt so den ganzen Geräuschpegel weg. In der heutigen Zeit der Digitaltechnik findet dieser Effekt aber immer weniger Beachtung. Gate


Phaser

Phasing beschreibt einen Effekt, der mehrere "Löcher", sogenannte Notches, in den Frequenzgang einfügt, und zwar so, dass sich die Frequenz der Notches kontinuierlich verschiebt. Der Phaser ist ursprünglich ein analoges Gerät aus den Sechzigern, der damals sehr beliebt war, heute aber kaum noch Verwendung findet, obwohl er immer noch seinen Reiz hat. Der Effekt tönt für mich, wie wenn ein Düsenjet durchs Wohnzimmer fliegt, natürlich ein weniger leiser als im Original. Phaser


Compressor/Limiter

Der Compressor ist eine Art "automatischer" Regler: Übersteigt das Eingangssignal einen bestimmten Wert, wird die Verstärkung des Kompressors verringert, das Ausgangssignal also gedämpft. Oder einfach gesagt:Er macht die lauten Töne leiser und die leisen Töne lauter. Das Resultat ist ein druckvoller, sauberer und gleichmässiger Sound, ohne den die wenigsten Musikproduktionen von heute nicht denkbar sind. Ein Limiter ist ein extrem eingestellter Compressor, der ab einem bestimmten Pegel das Signal begrenzt und so die Übersteuerung nachfolgender Komponenten verhindert. Dieser Effekt wird oft auch zum Schutz vor Speakerschäden eingesetzt.Compressor/Limiter


Equalizer

Der EQ kommt in jeder Musikproduktion zum Einsatz, ebenso findet man diesen "Effekt" in jedem Verstärker, meistens in der Form eines linearen oder parametrischen Equalizers. Für den Bassisten kann ein separater EQ nützlich sein, um bestimmte Solosounds voreinzustellen, um diese dann während des Gigs abzurufen. So kann man z.B. Pegelverluste ausgleichen, die durch den Einsatz von anderen Effektgeräten verursacht worden sind. Equalizer


Flanger

Der Flanger ist vom Aufbau her ähnlich wie der Phaser oder der Chorus. Alle diese Effekte beruhen auf Phasenverschiebung. Allerdings lässt sich eine Grenze zwischen dem Phaser und dem Flanger kaum eindeutig festlegen, sie ist eher fliessend. Der Flanger tönt wie ein extrem eingesetzter Chorus mit einem leicht flirrenden Ton. Am Besten ist dieser Effekt für Slappbass geeignet, denn die Modulationen sind wesentlich härter als beim Chorus. Flanger


Octaver

Der Octaver fügt dem Originalsignal eine oder zwei tiefere Oktaven hinzu. Einzeln gespielt kommt der Octaver synthibass-ähnlich rüber, vermischt mit dem Originalsignal wird das aber zu einem Sound mit viel Druck und Tiefbass. Problematisch ist das Aussetzen der tiefen Oktave bei unsauberem Spiel, oder dass die meisten Octaver nur bis zum "C" hinunterreichen. Octaver


Chorus

Der Chorus bildet elektronisch nach, was beim Zusammenspiel mehrerer Musiker, beispielsweise einer Streichergruppe, auch auftritt, nämlich eine gewisse "unpräzise" Spielweise, die sich durch minimale Zeitunterschiede beim Einsatz und geringste Tonhöhenunterschiede bemerkbar machen. Der Chorus ist für den Bass gut einsetzbar und lässt den Sound breiter, voller und wärmer klingen. Er eignet sich vor allem für lange, melodische Bassfiguren oder Solos, weniger geeignet ist er für schnell gespielte Riffs. Ausgesprochen gut kommt das Teil mit einem Bundlosbass rüber, so hat man das Gefühl, es spielen gleich fünf Bassisten die gleiche Passage, obwohl doch nur einer dort oben am Bühnenrand steht. Charakteristisch für den Sound ist die weiche Schwebung des Effektes. Chorus


Distortion

Der Verzerrer ist nicht unbedingt ein Bass-Effekt, wird aber seit ein paar Jahren auf dem Bass immer mehr eingesetzt, dies vor allem im Rock- bis Hardrock-Bereich. Eine Verzerrung entsteht, wenn man eine Vorstufe - idealerweise in Röhrenschaltung ausgelegt - mehr oder weniger stark übersteuert. Dadurch erhält der Ton eine Menge mehr Obertöne und klingt sehr dicht. Nur so lassen sich die zwanzigfach eingespielten Hardrock-Riffs bewerkstelligen. Distortion


Exiter

Die Funktionsweise von Excitern beruht darauf, die im Eingangssignal vorhandenen Harmonischen (Obertöne) zu verstärken, bzw. zusätzliche Harmonische zu erzeugen. Verstärkte oder zusätzliche Obertönde haben zur Folge, dass ein Signal präsenter klingt, so wie bei einer reinen Höhenanhebung. Wenn man dem Bass-Signal zuviele Effekte zugeführt hat, kann man mit einem Eciter dem matten Bass-Sound seine Obertöne zurückbringen. Ein abgestumpfter Sound wirkt wieder echter, allerdings lässt sich mit einem Exiciter und einem 60er-Precision-Bass mit vier Jahren alten Saiten noch immer kein Warwick-Bass machen. Exiter


Reverb

In den meisten Studios verwendet man heute nur noch digitale Hallgeräte (siehe Digital Delays). Mit einem Digital Reverb versucht man, die Reflexionen und den Nachhall natürlicher Räume auf elektronisch simuliertem Weg nachzubilden. Damit vermag man bestimmte Stimmungen zu erzeugen und den Klang insgesamt abzurunden. Der Reverbeffekt ist sicher kein typischer Basseffekt und wird auf diesem Instrument vor allem bei Solo-Passagen verwendet. Ein Einsatz dieses Gerätes in einem Groove würde die Basslinie im erzeugten Effekt verschwimmen lassen. Reverb


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