Hejira - Joni Mitchell
Nach ihrer ausgedehnten instrumentalen und klanglichen Experimentierphase auf Court And Spark und The Hissing of Summer Lawns machte Joni Mitchell mit Hejira eine Kehrtwendung hin zum Inneren und zu einer intimeren Musik. Die Arrangements beschränken sich auf Mitchells unverwechselbare Akustikgitarre und ihr Piano, und auf die absolut brillianten und lyrischen Bassphantasien von Jaco Pastorius, dem Wunderkind des Fretless-Basses. Pastorius war schon bei Weather Report für seine wilden, dann wieder fast rokokohaften Bassfiguren bekannt. Auf Mitchells kühlen und besonnenen Balladen wirkte er gezähmter. Das Meditative ihrer Musik forderte von Pastorius ein sehr viel sanfteres, lyrischeres Spiel. Sein komplizierter, kontrapunktischer Bass bildet das Gegenstück zu Mitchells kühlem und eleganten Gesang. Speziell zu hören ist dies in dem erhabenen Lied Amelia, in welchem das Rätsel um Amelia Earheart in eine Parabel aus Feminismus und romantischer Selbsterfahrung umgedeutet wird. Hier erleben wir keine offensichtlich vor Ehrgeiz brennende Joni Mitchell; und doch machen ihr tiefes Empfinden, ihre Poesie und ihre musikalische Sicherheit diese Platte zu einem ihrer schönsten Werke in einem ohnehin schon herrlichen Gesamtwerk. --Sam Sutherland
Trackliste
- Coyote (5:01)
- Amelia (6:01)
- Furry Sings The Blues (5:06)
- A Strange Boy (4:19)
- Hejira (6:42)
- Song For Sharon (8:37)
- Black Crow (4:22)
- Blue Motel Room (5:04)
- Refuge Of The Roads (6:42)
Produktinformation
Erscheinungsdatum: 26. Oktober 1976
Label: Rhino
Copyright: 1976 Asylum Records
Gesamtlänge: 51:54
Genres: Pop
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Beitrag von Thomas Breuss vor 7 Monaten
